Coronavirus, wie geht es mit dem Milia's weiter...

Eine äusserst schwierige Zeit für ALLE

Solidarität, Zusammenhalt, Herzlichkeit, Verständnis, und starker Wille wird von uns ALLEN verlangt.

 

Liebe Gäste,

 

Nach dem harten Entscheides des Lock-Downs per 17. März 2020 haben wir uns wie viele andere auch, erstmals neu erfunden und aus unserem Fondue und Raclette-Chalet auf der Terrasse ein Pizza Take-Away Service eingerichtet.

 

Der Bundesratsentscheid vom 29. April, dass Restaurants unter bestimmten Auflagen ab 11. Mai wiedereröffnen können, kam für uns alle sehr überraschend. Am 5. Mai wurde uns nun das Schutzkonzept für alle Anbieter von gastronomischer Dienstleistungen ausgehändigt. Die darin aufgeführten Auflagen und Massnahmen haben uns dazu bewogen, eine sehr schwierige Entscheidung zu fällen.

 

Was heisst es für ein Restaurantbetrieb wie unseren? 

Im optimal Fall können 20 Personen bewirtet werden. Dazu müssen Sie als Familie oder als 4er-Gruppe erscheinen, sonst müssen wir Tische „Teilbesetzen“ und können keine weiteren Gäste dazu setzen. Dies ist solange die Terrasse aufgrund des Wetters und der noch niedrigen Temperaturen nicht mitbenutzt werden kann die Ausgangslage. 

 

Was heisst das Kostentechnisch für einen solchen Betrieb? 

Tägliche Reinigungs- und Unterhaltskosten werden durch die neu vorgeschriebenen Massnahen, z. B. aufstellen von Hygienestationen, 2x täglich Toiletten reinigen, nach jeder Besetzung den Tisch desinfizieren, Schutzmasken alle 4 Stunden und Einweghandschuhe stündlich wechseln, höher ausfallen als noch vor der Pandemie. Ebenfalls wird der neu dazukommende administrative Aufwand mit dem führen der Gästekontakt-Datenbank, die 14 Tage aufbewahrt werden muss um das Contact-Tracing sicherzustellen, zuvor nichtexistierende Kosten generieren. Die üblichen Betriebskosten wie Strom, Wasser, Reinigungsmittel, Personalkosten in der Küche, Fahrkosten für Einkäufe, all diese bleiben sich ziemlich gleich wir vor der Corona-Krise. Beim Servicepersonal können minimale Einsparungen erzielt werden, dafür steigen aber die Lieferkosten da vielfach die Mindestbestellmenge nicht erreicht werden kann. 

 

Das heisst, 85 – 90 % der vor der Krise anfallenden Kosten, fallen bei einer Wiedereröffnung ab dem 11. Mai wieder auf den Betrieb an. Die oben angesprochenen Schutzmassnahmen mögen nach Kleinigkeiten klingen. Doch wenn man bedenkt, dass ein Liter Desinfektionsmittel im besten Fall CHF 12.-, 50 Mundschutz-Masken CHF 35.- und 100 Einweghandschuhe CHF 10.- kosten, entstehen auch hier eben erhebliche finanzielle Aufwände die es zuvor nicht gab. 

 

All diese Ausgaben kann ein klein- bis mittelgrosses Restaurant mit nur der Hälfte der Sitzplätze unmöglich abfangen. Dies wird dazu führen, dass diese Betriebe mit einer Wiedereröffnung sich kaum vor einem finanziellen Scheitern retten werden können. Hier haben nur grosse Restaurants mit beispielsweise 200 Sitzplätzen, die nun 100 Plätze anbieten können und statt 3-4 Köchen nur 2 aufbieten oder Restaurantketten die den Verlust von ein paar Betrieben mit dem Gewinn der anderen quersubventionieren können eine reale Chance haben kostendeckend und gewinnabwerfend zu arbeiten. 

 

Zusammenfassend:

85-90% der sonstigen Betriebskosten vs. 50% des sonstigen Umsatzes

Ein Horrorszenario.

 

Nachdem wir bis zur Erscheinung des Schutzkonzepts am 5. Mai eigentlich entschieden hatten den Betrieb ab 11. Mai zumindest als Cafeteria wieder zu öffnen und weiterhin abends den Pizza Take-Away zu betreiben, mussten wir unsere Entscheidung schweren Herzens revidieren und uns wie viele andere in dieser schwierigen Zeit auch, erneut neu erfinden. Das Konzept sieht vor, dass beispielsweise keine Zeitschriften mehr ausgelegt werden dürfen, Garderoben nur noch zur Verfügung stehen, wenn sichergestellt wird, dass die Gäste die Kleiderbügel nicht anfassen müssen ohne dass sie zwischenzeitlich desinfiziert wurden und sich die Kleidungsstücke nicht berühren. 

 

“Unter diesen Umständen macht es sicherlich auch für den Gast keinen Spass und das Erlebnis bleibt aus“

 

Einmal mehr: GEMEINSAM sind wir stark, nein sogar Unschlagbar!  

 

Aus diesem Grund haben wir, nach einer Möglichkeit gesucht, wie wir dem öden Corona-Alltag zu mehr Lebensqualität verhelfen können ohne die weitere Existenz unseres Betriebs noch mehr zu gefährden. 

 

Unser Take-Away Service wird ab sofort und bis auf weiteres ausgebaut!

 

Wir bieten neu von Montag bis Freitag auch über Mittag Pizza, Lasagne und 

Parmigiana (Auberginenauflauf, vegetarisch) an. Des weiteren werden wir ab dem 11. Mai jeweils von Montag bis Freitag ein komplett auf dem Grill zubereitetes Tagesmenu anbieten. Auch hier gingen wir ganz neue Wege und freuen uns, Ihnen leckere Menus die mit der fantastischen Unterstützung von OUTDOORCHEF auf dem neuen innovativen Outdoorchef Arosa 570G Gaskugelgrill zubereitet werden, im Take-Away anbieten zu können.

 

Ebenfalls neu werden wir während den unten aufgeführten Take-Away Öffnungszeiten, durch die Partnerschaft mit unseres Kaffeelieferanten Moka Efti auf einer Siebträgermaschine zubereitete Kaffee-Spezialitäten to go anbieten.  

 

Öffnungszeiten Take-Away Restaurant Milia’s ab 11. Mai 2020: 

(werden der Nachfrage vor zu angepasst) 

 

Montag – Freitag 11:30 – 13:30 Uhr und von 17:30 bis 21:00 Uhr

Samstag und Sonntag von 17:30 bis 21:00 Uhr

 

Telefonische Vorbestellung erwünscht: 043 818 74 79

 

Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich, bei der Gemeinde Bonstetten für die schnelle und unkompliziert Genehmigung zur Umsetzung unseres Konzepts und der gesamten Bevölkerung die uns, sowie unsere Mitbewerber in der Region, in einer unbeschreiblich schönen und einzigartigen Weise unterstützt hat, bedanken. In der Hoffnung, dass am 27. Mai neue Lockerungen folgen die es uns so rasch wie möglich erlauben Sie in möglichst alt bewährter Manier bei uns im Gastraum begrüssen und kulinarisch verwöhnen zu dürfen, freuen wir uns zwischenzeitlich auf Ihren Besuch im Take-Away Betrieb.

 

Herzlichst 

Amelia & Tiziano Tuozzo